Zwischen Tradition und Veränderung

"Wir nehmen wahr, dass sich immer mehr Menschen nach "Heiligen Räumen sehnen: nach Rastplätzen für ihre Seele, nach Freiräumen für ihr Denken, nach Oasen für ihr Gebet sowie nach Feierorten für ihr Leben."
(Aus: Leipziger Erklärung - Ev. Kirchenbautage 2002)

Wir leben in einer Zeit von großen Veränderungen in unserer Gesellschaft. So unterliegen auch Kirche und Gemeinde stetigem Wandel. Die Gemeinde sollte daher offen sein für solche Veränderungen und sich darauf einstellen, sie auch als Chance begreifen. Auch das Verständnis und Form von Gottesdienst haben sich ständig weiterentwickelt. Die Formen sind freier geworden. Bei aller Veränderung bleibt der Gottesdienst Mittelpunkt der Gemeinde: verbindendes Element zwischen Gott und Mensch, aber auch Kristallisationspunkt der Gemeindemitglieder untereinander.

Somit kommt auch dem Gebäude KIRCHE eine zentrale Bedeutung zu. Die Gestaltung und Belebung der Gottesdienste ist dem Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Lippspringe traditionell ein wichtiges Anliegen. Konstante Besuchszahlen im Sonntagsgottesdienst und steigende Zahlen bei Sondergottesdiensten machten dazu Mut.

Diese besondere Bedeutung des Gottesdienstes hatte das Presbyterium auf einer gemeinsamen Wochenendrüstzeit, die in "Strates Hütte" in Bad Lippspringe im Herbst 1999 stattfand, erneut herausgearbeitet. Jedoch stellte man rasch fest, dass ein attraktiver, zeitgemäßer Gottesdienst in der Ev. Kirche, wie sie sich bis 2004 darstellte, manchmal nur schwerlich möglich war, weil funktionale, theologisch-soziale oder bauliche und gestalterische Mängel dem entgegenstanden. Eine Sanierung bzw. Renovierung der Außenhülle der Kirche, wie auch des Innenraumes stand ebenfalls schon länger an. Das Presbyterium unter Vorsitz von Pfarrer Detlev Schuchardt bzw. Pfarrerin Antje Lütkemeier beschloss daher eine umfassende Sanierung anzugehen.

Grundriss vor der Umgestaltung 2004

Grundriss vor der Umgestaltung 2004

Innenraum mit Blick auf Eingang und Empore vor der Umgestaltung 2004

Innenraum mit Blick auf Eingang und Empore vor der Umgestaltung 2004

 

In zahlreichen Diskussionen und Veranstaltungen wurde mit der Gemeinde ein Katalog mit Verbesserungsvorschlägen herausgearbeitet.

Eine Umgestaltung und Renovierung sollte folgende Kritikpunkte lösen: